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Harri Jünger
Ein Menschenleben als Komödie

Wenn einer so einfältig ist wie Simplicissimus und so listig wie Schwejk, dann erlebt er im Krieg Abenteuer, die aus der Distanz urkomisch wirken. Wenn einer nach dem Krieg seine Odyssee fortsetzt und in Leningrad, Moskau und Tbilissi das gelobte Land sucht, erlebt er dabei auch nicht wenige Abenteuer. Als erster in seiner Sippe studierte er und stieg zu seiner eigenen Überraschung auf der akademischen Leiter immer höher. Er wandelte auf den Spuren seiner Vorgänger. Wie Goethe war er Studiosus in Leipzig, wie Schiller lehrte er erfolgreich in Jena, wie Marx suchte er in Berlin das Streitgespräch, wie Dostojewski durchlebte er Schuld und Sühne... Auch ihn zog das Ewig-Weibliche immer an, die besten Frauen betörte er. Freilich machte so manches Mißgeschick auch um sein Leben keinen Bogen. Doch unverdrossen setzte der leidgeprüfte und glückbelohnte seine Odyssee fort. Nach Rom, nach Paris, nach Chicago... Nichts hat den einst so Ahnungslosen umwerfen können, nicht einmal die Wende, die er uns als deutsche Revolution humorvoll und echt sächsisch-selbstkritisch schildert. Für seine Deutschen wagt er einen Ausblick.
Wer Humor mit ernstem Hintergrund liebt, wer heiter von der Vergangenheit Abschied nehmen will, wer die Geschichte und die schöne Literatur als unterhaltsame Lehrmeister betrachtet, dem bereitet die autobiographische Romankomödie höchsten Genuß, beherrscht doch der Autor die Klaviatur des Komischen von der feinen Ironie bis zur scharfen Satire, als wäre er schon lange im Kreise der erlauchten Literaten heimisch. Was Wunder, war er doch jahrzehntelang Literaturprofessor.